Feuerwehr Praunheim dreht Reportage mit RTL
Ticket in den Tod
 

Vorschau auf die Grosse Reportage

Ticket in den Tod

Nichts ist mehr wie vorher – das ist die Erfahrung von Menschen, die einen Flugzeugabsturz überlebt haben. Ein Albtraum bleibt oft ihr lebenslanger Begleiter, auch nachdem Verletzungen verheilen. Denn sie verlieren das Vertrauen ins Leben. Wir begleiten eine Frau, die vor 21/2 Jahren den Absturz eines Airbus in Thailand überlebt hat. Er stürzte beim Landeanflug in einen Sumpf, und die deutschen Passagiere standen in einem Feuerinferno. Sie musste feststellen, das Danach kann noch schmerzhafter sein, als der Absturz selbst.
 
Im vergangenen Jahr ist mit der Concorde in Paris außerdem eine Legende der Luftfahrt abgestürzt. Hier werden die Angehörigen der 113 Todesopfer, 97 davon waren Deutsche, in wenigen Tagen am 25. Juli den Jahrestag feiern, und das mit dem Wissen, nicht mehr um Entschädigung kämpfen zu müssen. Sie bekommen eine Rekordentschädigung in Millionenhöhe. Andere Betroffene, warten schon Jahre auf ihr Geld. Airlines haben zwei Gesichter. Wir zeigen, wie Gruppen von Betroffenen versuchen, in jahrelangem Kampf diese Missstände zu beseitigen. Weil es für Fluggesellschaften und ihre Versicherer oft billiger ist, sich verklagen zu lassen.

Zwei Passagiere sitzen neben einender. Der eine überlebt – der andere nicht, als der Jet abstürzt. Wie kann das sein. Wir fragen Unfallermittler und erfahren ihre Theorie. Außerdem zeigen sie uns, wie belastend es ist, sich wochen- oder gar monatelang mit Dingen zu beschäftigen, die andere krampfhaft zu vergessen wünschen. Die letzten Stimmen der Piloten, Wrackteile ... wir zeigen, wie die Detektive der Luftfahrt mit ihrer Hilfe Absturz-Rätsel lösen.

Und selbst wenn sie Mängel finden. Es dauert oft Jahrzehnte, bis Flugzeughersteller sie abstellen. Sie argumentieren, das seien doch keine wirklichen Gefahren und Gegenmaßnahmen deshalb zu teuer. Bis wieder etwas passiert...

In den vergangenen Jahren sind Flugzeuge durch moderne Technik und verbessertes Pilotentraining zwar insgesamt sicherer geworden. Doch wenn die Zahl der Flüge weltweit weiter so stark steigt und sich der Luftverkehr in den nächsten 15-20 Jahren verdoppelt. Dann stürzt bald jede Woche ein Jet mit hundert oder zweihundert oder mit viel mehr Menschen ab. Bisher haben betroffene Angehörige in Deutschland nur einen garantierten Entschädigungs-Anspruch von rund 50.000 Mark. Nach Inkrafttreten eines neuen Montrealer Abkommens könnten es in den nächsten Jahren 200.000 bis 300.000 Mark sein. Millionen-Entschädigungen dürften weiterhin die Ausnahme sein, weil das Bundesjustizministerium eine Entschädigung seelischer Schmerzes wie in den USA kategorisch ablehnt.

Die einzige wirkliche Hilfe finden Betroffene von Flugzeugunglücken bei der Selbsthilfeorganisation Echo. Claus Weisner verlor beim Birgenair-Absturz 1996 seinen Schwager. Jetzt setzt er sich für mehr Rechte und weniger Behördenwillkür ein. Informationen finden Sie auf der Echo-Internet-Homepage: 

Ralf Benkö

Flugzeugabsturz am Hattsteinweiher! Brennende Trümmerteile und Gepäckstücke trieben am Nordufer des Sees. In strömendem Regen irrte eine junge Frau hilflos durch das Chaos, ohne dass einer der Schaulustigen ihr half. Denn die „Schaulustigen“ gehörten zu einem RTL-Filmteam, das am Samstagabend mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Praunheim Szenen für die Reportage „Ticket in den Tod - Albtraum Flugzeugabsturz“ an dem Usinger Weiher drehte.

„Am 25. Juli jährt sich der Concorde-Absturz in Paris, bei dem alle 113 Insassen starben. Aus diesem Anlass haben wir mit Überlebenden anderer Flugzeugkatastrophen gesprochen, die von den Airlines, Behörden und Versicherungen mit ihren Problem alleine gelassen wurden“, erklärte Redakteur und Autor Ralf Benkö. In den Interviews berichten die Betroffenen, wie sie das Unglück fast jede Nacht erneut durchleben, das Feuer auf sich zukommen sehen, den harten Aufschlag spüren, die herumfliegenden Wrackteile und die Schreie der anderen Passagiere wahrnehmen. So überlebte vor gut zwei Jahren eine junge Deutsche schwer verletzt den Crash eines Airbusses in Thailand. Sie wurde aus dem Sumpf, in den die Maschine gestürzt war, gerettet und in ein thailändisches Krankhaus gebracht. „Wir wollen dem Zuschauer die Situation der jungen Frau begreiflich machen und drehen hier kurze Szenen, die das Erzählte in Bildern zeigt“, so Benkö.
 
Als mit Einbruch der Dunkelheit ein leichter Regen einsetzte und Nebel über den See zog, konnte dies die gute Stimmung der Filmcrew und der Feuerwehr Praunheim nicht trüben. „Das macht die Aufnahmen noch realistischer“, meinte Kameramann Terry Mantey, der sich mit Video-Kamera und Kontrollmonitor unter einen Regenschirm zurückzog, während die Schauspielerin zwischen die brennenden Wrackteile ins Wasser stieg. Nachdem die ersten Katastrophenaufnahmen „im Kasten“ waren, erzwang der stärker werdende Regen
 
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eine Drehpause. „Die Schwarzpulver- Verpuffungen funktionieren jetzt nicht“, meinte Pyrotech-niker Peter Aust während er das Wasser aus seinen Gummistiefeln schüttete. So zogen sich die Dreharbeiten bis Sonntag um 5.45 hin. Im fertigen Film werden dies gut zwei Minuten sein, die allerdings ausreichen, um die Phantasie der Zuschauer anzuregen“.
 
Ort des Geschehens ist jetzt nicht ein thailänd-ischer Sumpf, sondern das Ufer des Hattstein´-weihers, die umher liegenden Wrack- teile stammen nicht von einem Airbus, sondern vom Schrottplatz und das Wasser brennt nicht von ausgelaufenem Flugzeugbenzin, sondern von umweltfreundlichem Isopropanol, das der Pyrotechniker in Feuerschalen entzündet hat, die für die Kamera unsichtbar auf dem Wasser treiben. Damit gegen 23 Uhr mit der ersten Einstellung begonnen werden kann, liefen seit dem frühen Abend die Vorbereitungen. 
 
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„Ich hoffe, ihr habt alle eure Badehose eingepackt“, meinte „Chef“ Ralf Benkö und stapfte als erster in den See, um die großen Blechteile zurechtzubiegen und kunstvoll im Wasser zu verteilen.
 
„Wir basteln uns einen Airbus“, kommentierte Peter Aust, der Mann für die „special-effects“.
 
Der Pyrotechniker hatte den Hattsteinweiher als Drehort für den „Flugzeugabsturz“ ausgesucht. „Ich kenne den See aus meiner Jugend.

Durch den üppigen Uferbewuchs und das seichte Wasser ist er für diesen Zweck ideal.“ Unter der Bedingung, dass keine umweltschädlichen Stoffe zum Einsatz kommen, genehmigte die Stadtverwaltung den Drehtermin. 


 
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RTL


zeigte die Reportage

„Ticket in den Tod“
am

 Sonntag, 15. Juli um 23.10 Uhr.  

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